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Yoga gegen Asthma Bronchiale und Lungenerkrankungen

Veröffentlicht in Atemwege & Rauchen 08 Dez, 2015

Etwa 2,7 Millionen Menschen sind in Deutschland von Asthma betroffen – kein Wunder also, dass Mediziner fortwährend nach neuen Möglichkeiten forschen, um Patienten den Alltag zu erleichtern. Eine neue Studie konnte nun zeigen, dass Yoga die Symptome von Asthma tatsächlich lindern kann – allerdings gibt es einige Dinge, die praktizierende beachten sollten.


Was bringt Yoga wirklich?


Bei Yoga handelt es sich um eine Jahrtausende alte spirituelle Tradition, die Bewegungsabfolgen, Atemübungen und Meditation miteinander vereint um dem Praktizierenden mehr Wohlbefinden sowie körperlichen und seelischen Einklang zu schenken. Diverse wissenschaftliche internationale Studien konnten nachweisen, dass regelmäßige Yoga-Übungen zur Entspannung beitragen, die Flexibilität steigern und das Risiko chronischer Krankheiten verringern können. Außerdem kann Yoga das Immunsystem stärken, Migräne lindern und die Haltung verbessern. Wird Yoga ganzheitlich in den Alltag integriert, dann können etliche Bereiche der menschlichen Gesundheit verbessert werden.

Wie hilft Yoga bei Asthma?


Eine aktuelle Studie des American College of Sports Medicine in Seattle konnte nun zeigen, dass Yoga auch für Asthmatiker eine heilende Wirkung haben kann. 20 Probanden im Alter von 20 bis 65 Jahren ohne Yoga-Vorkenntnisse haben zehn Wochen lang zweieinhalb Stunden Yoga pro Woche praktiziert – mit erstaunlichen Ergebnissen. Alle Teilnehmer begannen mit einem Warm-up, Tiefenatmungen und Dehnübungen gefolgt von Asanas (Yoga-Positionen). Anschließend machten sie auf einem Fragebogen Angaben zu ihrer Gesundheit, ihrer Alltagsbewältigung und ihrem Wohlbefinden. Die Teilnehmer berichteten, dass sich ihre Symptome spürbar gelindert haben, im Schnitt sogar um 42,5% nach nur zehn Wochen.

Die gezielte Entspannung im Yoga ermöglicht es Patienten ihre Atmung besser zu regulieren, außerdem verbessern die Übungen das Körpergefühl, die Haltung, die Lungenfunktionen und das allgemeine Wohlbefinden – es handelt sich also um einen Alleskönner unter den Bewegungsformen.

Die Studie bedeutet natürlich große Hoffnung für viele Asthma-Patienten, schließlich lässt sich Yoga sehr gut in den Alltag integrieren und bringt der Studie zufolge schon bei einem relativ geringen Zeitaufwand über zehn Wochen hinweg deutliche Ergebnisse. In manchen Fällen können Yoga-Kurse sogar von der Krankenkasse bezuschusst werden, nachzufragen lohnt sich daher in jedem Fall.

Was sollten Patienten beachten?


Gerade Patienten mit schwereren Formen von Asthma sollten mit Ihrem Arzt Rücksprache halten, bevor sie neue Sportarten ausprobieren. Im Rahmen einer Beratung kann dann individuell geklärt werden, welche Yoga-Übungen am besten geeignet sind. In vielen größeren Städten gibt es heute sogar spezielle Yoga Kurse, die für Asthma Patienten konzipiert sind.

Viele der Atemübungen im Yoga, Pranayama genannt, sind für Asthmatiker nicht geeignet, da sie zu intensiv sind und die Atemwege zu sehr herausfordern würden. Besser ist es, sanfte Übungen zu wählen, die den Fokus auf die Haltung und die tiefe Ausatmung legen. Experten raten Asthmatikern vor allem zu Vorwärtsbeugen und Umkehrübungen. Sind Sie unsicher, dann sollten Sie sich am besten an einen erfahrenen Yoga-Lehrer wenden.

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