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Die Folgen der Raucherentwöhnung

Veröffentlicht in Atemwege & Rauchen 12 Aug, 2013

Zu jeder Raucherentwöhnung gehören körperliche und psychische Entzugserscheinungen, die das Durchhalten oft stark erschweren. Auch machen sich häufig zunächst eher negative Nebenwirkungen wie eine Gewichtszunahme bemerkbar. Dennoch lohnt es sich, die Raucherentwöhnung durchzuhalten - denn die Langzeitresultate sind umso positiver.

Raucherentwöhnung: Diese Punkte gilt es zu beachten

Raucherentwöhnung bringt körperliche Entzugserscheinungen mit sich, die sich relativ schnell bessern, und psychische Entzugserscheinungen, die oft sehr lange anhalten können. Beide Formen lassen sich notfalls auch mit Hilfsmitteln wie Nikotinersatzpräparaten, speziellen Entspannungstechniken oder sogar durch Hypnose besiegen. Erste Schritte zu einer erfolgreichen Raucherentwöhnung beinhalten daher gewisse Vorbereitungsmaßnahmen wie Entspannungstechniken, Ablenkungsmethoden und die Unterstützung der Familie. Sport, gute Filme, ein anregendes Gespräch oder kalorienarme Snacks sind immer gut um vom Verlangen nach einer Zigarette abzulenken.

Körperliche Entzugserscheinungen wie Nervosität und Unruhe lassen sich gut mit Bewegung mildern, zum Beispiel mit einem flotten Spaziergang. Sind die Entzugserscheinungen scheinbar unerträglich, helfen Nikotinpflaster oder Kaugummis, mit deren Hilfe die tägliche Dosis Nikotin nach und nach gesenkt werden kann. Vor allem starken Rauchern fällt eine allmähliche Reduzierung meist leichter als der totale Entzug.

Zur Raucherentwöhnung gehört jedoch auch der Umgang mit dem Wegfallen liebgewonnener Gewohnheiten, zum Beispiel die typische Zigarette nach dem Essen, morgens zum Kaffee oder abends vor dem Zubettgehen. Physische Entzugserscheinungen sind dann häufig Gereiztheit und Ruhelosigkeit weil "etwas fehlt": Hier hilft ein gesunder Ersatz, zum Beispiel eine Tasse Tee nach dem Essen oder ein Apfel statt der Rauchpause auf der Arbeit. Wird abends zuhause der Drang nach Zigaretten zu stark, helfen zehn Minuten Yoga oder progressive Muskelentspannung.

Physische Entzugserscheinungen können bei der Raucherentwöhnung mehrere Monate andauern - oder sogar noch länger. Als Motivation zum Durchhalten können kleine Belohnungen gut sein, zum Beispiel ein neues Kleidungsstück, ein Besuch im Thermalbad oder ein leckeres Essen.

Rauchen aufhören und Gewichtszunahme

Ein weiterer Aspekt der Raucherentwöhnung ist die häufig auftretende Gewichtszunahme. Vielfach kommt es dazu, weil die Ex-Raucher als Ersatz zu süßen Belohnungen wie Schokolade greifen, allerdings ist dies nicht der Hauptgrund: Der starke Nikotinkonsum führt dazu, dass das Herz schneller schlägt und der Körper eines Rauchers gut 200 Kalorien täglich mehr verbraucht als der Körper eines Nichtrauchers. Fällt das Nikotin nun weg, reduziert der Körper den Kalorienverbrauch. Wer sich weiter so ernährt wie vorher, wird also auf Dauer ebenfalls ein wenig zulegen. Das beste Gegenmittel ist Sport, zum Beispiel ein täglicher flotter Spaziergang.

Rauchen aufhören und schlechte Laune (Depression)

Viele Menschen, die mit dem Rauchen aufhören haben schlechte Laune oder leiden sogar an Depressionen. Hierfür kann es mehrere Gründe geben. Zunächst sorgen natürlich die manchmal schweren Entzugserscheinungen während der Raucherentwöhnung für schlechte Laune - da hilft dann nur durchhalten und auf das neue, viel gesündere Leben freuen. Auslöser für die schlechte Laune oder die Depressionen können aber auch Hormone sein. Nikotin beeinflusst den Hormonhaushalt und sorgt für eine verstärkte Ausschüttung von Hormonen wie dem "Glückshormon" Serotonin. Fällt nun das Nikotin weg, wird entsprechend weniger Serotonin ausgeschüttet. Eine gesunde pflanzliche Ernährung und viel Bewegung sind jedoch auch gute Serotonin-Lieferanten, die die Stimmung wieder aufhellen. In schweren Fällen, zum Beispiel wenn sich tatsächlich depressive Verstimmungen äußern, kann auch der Arzt mit speziellen Medikamenten zeitweise helfen.

Raucherentwöhnung: Es ist nicht leicht, aber es lohnt sich

Körperliche und physische Entzugserscheinungen bei der Raucherentwöhnung, Gewichtszunahme und schlechte Laune: Es gibt viele Faktoren, die das Loskommen von der Zigarette erschweren. Dennoch sollte sich jeder bewusst sein, wie bedeutend die langfristigen gesundheitlichen Vorteile sein werden, wenn mit dem Rauchen konsequent aufgehört wird. Der Gedanke an gesunde Lungen, frischen Atem und ein längeres Leben sollte eine genauso wichtige Motivation sein wie der Gedanke an das viele Geld, das durch den Verzicht auf Zigaretten gespart wird.

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