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Rauchen erhöht das Brustkrebsrisiko

Veröffentlicht in Atemwege & Rauchen 17 Apr, 2015

Zigaretten gefährden unsere Gesundheit in vielerlei Hinsicht – das ist natürlich keine Neuigkeit. Eine neue Studie aus Kanada fand nun allerdings auch einen direkten Zusammenhang zwischen dem Brustkrebsrisiko und Zigarettenkonsum.

So sehen die neuen Erkenntnisse aus


Die Canadian National Breast Screening Study (NBSS) ist eine der größten medizinischen Untersuchungen zum Thema Brustkrebs überhaupt. Insgesamt wurden 90.000 Frauen zwischen 40 und 60 Jahren über durchschnittlich 22 Jahre hinweg regelmäßig untersucht – etwa 6500 Teilnehmerinnen entwickelten erstmals einen Brustkrebstumor. Der kanadische Forscher Chelsea Catsburg war insbesondere an dem gesteigerten Risiko in Zusammenhang mit Zigarettenkonsum interessiert und stellte entsprechende Beobachtungen an. Er fand tatsächlich heraus, dass das Brustkrebsrisiko nach Berücksichtigung einiger anderer Faktoren wie beispielsweise dem Alter, dem BMI und der körperlichen Aktivität bei Raucherinnen durchschnittlich etwa 17% höher liegt.

Starke Raucherinnen, die mindestens 40 Zigaretten pro Tag rauchen, haben sogar ein 21% höheres Risiko an Brustkrebs zu erkranken während Frauen, die mehr als 40 Jahre geraucht haben ein 57% höheres Risiko haben. Es wird also deutlich, dass Rauchen und Krebs einen klaren Zusammenhang haben können, dennoch fällt es vielen Menschen extrem schwer, den Glimmstenge aufzugeben. Die Raucherentwöhnung ist nur selten dauerhaft erfolgreich, vor allem, wenn der Patient versucht den Weg ohne jegliche Unterstützung zu beschreiten.

Die Studie konnte außerdem bestätigen, dass sich das Aufgeben der Zigaretten durchaus lohnt – Teilnehmerinnen, die früher einmal geraucht hatten, hatten nämlich kein erhöhtes Brustkrebs-Risiko mehr.

Wie ist die Situation in Deutschland?


Leider ist Brustkrebs auch in Deutschland ein ernstes Thema – allein im Jahr 2010 sind 17.466 Frauen an den Folgen der Krankheit gestorben. Innerhalb der EU hat Deutschland sogar die höchste Brustkrebs-Todesrate. Prävention wird daher sehr ernst genommen, so werden Frauen ab dem 50. Lebensjahr beispielsweise regelmäßig zu einer Mammografie eingeladen. Wer das Rauchen aufgeben möchte, um sein Erkrankungsrisiko zu senken, der kann sich außerdem durch Präventionskurse und Beratungsangebote von seiner Krankenkasse unterstützen lassen.

Weitere Schäden, die durch das Rauchen entstehen können


Das Rauchen aufzugeben lohnt sich nicht nur zur Brustkrebsprävention – tatsächlich werden etliche andere Gesundheitsrisiken deutlich gemindert, wenn man den Glimmstengel aufgibt. Zigaretten erhöhen nicht nur das Krebsrisiko enorm, sie belasten auch das Herz-Kreislauf-System, machen Atemwegserkrankungen deutlich wahrscheinlicher und mindern unseren Geschmackssinn. Schon drei Monate nach der letzten Zigarette steigert sich beispielsweise das Lungenvolumen um etwa 30%, während das Risiko eines Herzinfarktes schon nach sechs bis zwölf Monaten deutlich sinkt.

Wer das Gefühl hat, die Raucherentwöhnung nicht allein schaffen zu können, der sollte unbedingt jede verfügbare Unterstützung in Anspruch nehmen, zum Beispiel durch eine Gruppentherapie, die Behandlung mit Champix oder Hypnose.

Wie entsteht Brustkrebs überhaupt?

Grundsätzlich entsteht Krebs, wenn bei der Zellteilung etwas falsch läuft. Bei diesem komplexen Vorgang können Schäden an den Erbinformationen entstehen, die im schlimmsten Fall zu mutierten Zellen führen können. Eine gesunde Zelle muss mehrere Mutationsprozesse durchlaufen, bis sie zu einer Krebszelle wird, und teilt sich im Laufe der Zeit immer schneller. Krebszellen haben die Fähigkeit in benachbartes Gewebe einzudringen und können im Laufe der Zeit zu einem Geschwulst führen.

Auf der Zelloberfläche befinden sich bestimmte Eiweiskomplexe, die als Rezeptoren für Botenstoffe funktionieren. Da Krebszellen oftmals zu viele Rezeptoren haben, können äußere Einflüsse in Form von Botenstoffen eine schnelle Entwicklung von Krebs verursachen. Bei Brustkrebs werden besonders häufig Östrogenrezeptoren, Progesteronrezeptoren, HER2 und EGF-Rezeptoren gefunden. Welche Ursache genau letztlich zu Brustkrebs führt, ist in den meisten Fällen nicht ganz klar. Forscher haben mittlerweile allerdings eine Reihe von Faktoren identifizieren können, die das Risiko von Brustkrebs in jedem Fall steigern.

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