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Mundkrebs - Rauchen erhöht die Wahrscheinlichkeit um das 6-fache

Veröffentlicht in Atemwege & Rauchen 26 Mai, 2014

Nach Schätzungen des Robert Koch Institutes Berlin gibt es jedes Jahr etwa 13.610 Neuerkrankungen an Krebs in der Mundhöhle und des Rachens in Deutschland. Männer sind dabei mit circa 9.520 Fällen über doppelt so häufig betroffen wie Frauen (3.490 Betroffene pro Jahr).

Bei insgesamt 490.000 Krebserkrankungen pro Jahr, scheint die Zahl 13.610 zwar nicht übermäßig groß, allerdings gehört eine Krebserkrankung im Gesicht zu denen, mit der höchsten psychischen Belastung für den Patienten. Die Auswirkungen der Chemotherapie oder der Operation zur Tumorentfernung sind häufig für jeden sichtbar, was zu sozialen Problemen für den Betroffenen führen kann.

Wir zeigen Ihnen, welche Ursachen Mundkrebs hat, wie Sie ihn frühzeitig erkennen können und auf welche Faktoren Sie achten müssen, um ihm von Beginn an vorzubeugen.

Was ist Mundkrebs?

Bei Mundkrebs bilden sich bösartige Karzinome im Bereich der Mundhöhle, wobei hier insbesondere die Zunge, die Wangen, der Mundboden, der Gaumen oder andere anliegende Bereiche betroffen sein können. Die Karzinome können auch im Bereich der Nasennebenhöhlen auftreten. Die Zellen innerhalb des Tumors sind von der Erbmasse verändert. Sie teilen sie sich schneller und greifen dann benachbarte Organe oder Gewebe an.

Ursachen für Mundkrebs

Die genauen Ursachen dieser Art von Krebs lassen sich häufig nicht genau festmachen. Allerdings wurden in Untersuchungen gewisse Zusammenhänge, wie beispielsweise Lebensgewohnheiten nachgewiesen, die zu einem Risikofaktor für Mundkrebs werden können.

Rauchen und Alkohol

Mundkrebs tritt häufig bei Personen auf, die viel rauchen oder regelmäßig Alkohol trinken. Dabei wird die Wahrscheinlichkeit auf die Entwicklung eines Tumors größer, je länger die betroffene Person schon raucht oder Alkohol konsumiert. Regelmäßiger Zigaretten- oder Alkoholkonsum steigert das Risiko einer Mundkrebserkrankung um das Sechsfache. Besonders die Kombination von Rauchen und übermäßigem Alkoholkonsum kann das Risiko auf einen Mundhöhlentumor um das 30-fache steigern.

Filterlose Zigaretten sind dabei noch risikoreicher für eine Tumorbildung im Mundhöhlenbereich, genauso wie hochprozentiger Alkohol.

Schlechte Mundhygiene

Auch eine schlechte Mundhygiene kann die Gefahr auf Mundhöhlentumore erhöhen. Gefährlich sind auch dauerhaft wunde Stellen im Bereich der Mundschleimhaut, die durch scharfe Kanten an den Zähnen, Kronen oder Prothesen entstehen.

HPV-Virus

Obwohl Mundkrebs als eine Krebsart gilt, die eher bei älteren Menschen auftritt, konnten aktuelle Studien belegen, dass Mundhöhlenkarzinome auch immer häufiger bei jungen Menschen auftreten, die mit einem bestimmten Typen des Humanen Papillomavirus (HPV) infiziert sind. Diese Viren werden durch Geschlechtsverkehr übertragen. Sie können neben bösartigen Mundhöhlentumoren auch Gebärmutterhalskrebs verursachen.

Früherkennung – erste Symptome von Mundkrebs

Wie bei jeder anderen Krebsart, ist es wichtig die bösartigen Tumore so schnell wie möglich zu erkennen und behandeln zu lassen. Besonders bei Mundkrebs ist es leicht, die Erkrankung schon in einem frühen Stadium zu bemerken. Die Gefahr ist allerdings, dass die Symptome von Mundkrebs von vielen als kleine Infektion abgetan werden und kein Arztbesuch vorgenommen wird.

Bei diesen Symptomen sollten Sie sofort einen (Zahn-)Arzt aufsuchen:

  • Ein Ulcus (wunde Stelle im Mund), das länger als zwei Wochen andauert und nicht verheilt
  • Weißliche, nicht abwischbare Schleimhautveränderungen
  • Knoten , Schwellungen und Strukturveränderungen in der Mundhöhle (mit der Zunge fühlbar)
  • Weiße oder rote Flecken auf Zahnfleisch, Zunge oder Mundinnenseite
  • Leicht blutende Wunden im Mundhöhlenbereich
  • Beschwerden beim Schlucken
  • Behinderungen und Schmerzen beim Sprechen
  • "Kloßgefühl" (Globusgefühl) im Bereich des Mundbodens oder der Zunge
  • Atemnot
  • Länger anhaltender Mundgeruch

Es wird empfohlen zweimal im Jahr zur Untersuchung der Mundschleimhäute zum Zahnarzt zu gehen, um eine eventuelle Erkrankung an Mundkrebs schon früh zu erkennen.

Die Deutsche Krebshilfe rät: "Wenn Sie in Ihrer Mundhöhle eine wunde Stelle oder weißliche Schleimhautveränderungen entdecken, die nach zwei Wochen nicht abgeheilt ist, gehen Sie sofort zu einem Zahnarzt oder einem Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie."

Mundkrebs vorbeugen:

Am besten ist es natürlich einer Erkrankung an Mundkrebs von vornerein vorzubeugen. Dabei sollten Sie vor allem folgende Punkte beachten:

  • Ganz auf Rauchen verzichten
  • Den Alkoholkonsum in Grenzen halten
  • Beim Geschlechtsverkehr mit Kondomen schützen, um einer Ansteckung mit dem HPV Virus vorzubeugen
  • Auf eine ausgewogene Ernährungsweise achten
  • Regelmäßige Check-Ups beim Zahnarzt vornehmen lassen
  • Auf eine gute Mundhygiene achten
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