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Asthma und Aspirin - Analgetika-Asthma und ASS im Überblick

Veröffentlicht in Atemwege & Rauchen 22 Nov, 2015

Gerade Patienten, die gerade erst mit Asthma diagnostiziert wurden, sind und sich mit ihrem neuen Alltag noch zurecht finden müssen, fragen sich oftmals, welche Medikamente sie nun lieber nicht mehr einnehmen sollten. Bei Aspirin beispielsweise sollte man besser vorsichtig sein – ein Teil der Patienten reagiert nämlich allergisch auf das Medikament, so dass ernsthafte Nebenwirkungen entstehen können.

Warum Aspirin bei Asthma zu Atemnot führen kann


Bei der Einnahme von Aspirin kann es bei Patienten mit Asthma zu sogenanntem Medikamenten-exazerbierten Asthma kommen, da unter Umständen Reaktionen mit Beschwerden ähnlich einer Allergie auftreten Solche NSAR-Anfälle können sehr intensiv ausfallen und manchmal mit starker Atemnot und schmerzhaftem Husten einhergehen. Man spricht bei dem Wirkmechanismus von einer Pseudo-Allergie, bei der ,durch die Hemmung von Cyclooxygenase, Arachidonsäure verstärkt und in Leukotriene umgewandelt wird, was wiederum einen Asthma-Anfall auslösen kann.

Kommt es zu akuten Symptomen, dann kann man davon ausgehen, dass der Patient eine ASS-Unverträglichkeit hat. Experten schätzen, dass dies bei etwa 8-20% der Asthma Patienten der Fall ist.

Woher weiß man, ob man eine ASS-Intoleranz hat?


Die einzige Möglichkeit um sicher festzustellen ob eine ASS-Intoleranz besteht, ist ein umfassender Test durch einen Facharzt. Ihr Hausarzt kann Sie bei Bedarf an einen Spezialisten verweisen, der einen Provokationstest durchführen kann. Fällt der Test positiv aus, dann besteht unter Umständen die Möglichkeit einer ASS-Deaktivierung, bei der regelmäßig kleine Mengen verabreicht werden, um den Körper zu desensibilisieren.

Welche Alternativen gibt es bei einer ASS-Intoleranz?


Leider basieren auch viele andere Schmerzmittel auf Acetylsalicylsäure (ASS), so dass sie bei Asthmatikern ebenfalls für gesundheitliche Probleme sorgen können. Hierzu zählen unter anderem Acesal, Alka-Seltzer, Godamed, ASS-ratiopharm oder Herz-Ass. Eine wirkliche Alternative ist daher nur die Anwendung von einer Aspirin-Sprühlösung oder die Inhalation des Medikamentes. Neigen Sie öfter zu Kopfschmerzen und wünschen sich ein Schmerzmittel, dann lassen Sie sich am besten von Ihrem Arzt zu denkbaren anderen Medikamenten beraten.

Eine neue Studie zum Asthma Risiko


Innerhalb der Physician Health Study wollten amerikanische Forscher eigentlich herausfinden, ob die Einnahme von Aspirin Herzinfarkte verhindern kann. Insgesamt nahmen mehr als 11.000 gesunde Teilnehmer über einen Zeitraum von 325 Tagen jeden zweiten Tag eine Aspirin Tablette ein, eine Kontrollgruppe nahm zur gleichen Zeit ein Placebo ein. Dabei wurde beobachtet, dass die regelmäßige Einnahme von Aspirin das Risiko eines Herzinfarktes tatsächlich um 44 Prozent senkte. Gleichzeitig wurde allerdings auch beobachtet, dass die Behandlung ebenfalls das Risiko einer Asthma Erkrankung um 22 Prozent senkt. Unter den Probanden, die ein Placebo erhalten hatten, erkrankten nämlich 145 Teilnehmer an Asthma, unter denen, die tatsächlich Aspirin eingenommen hatten, waren es allerdings nur 113 Patienten.

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