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Wirkstoffcheck Beclometason

Beclometason gehört zur Wirkstoffgruppe der Glucocorticoide. Er kommt hauptsächlich zur Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Asthma bronchiale beziehungsweise chronisch obstruktiver Bronchitis zum Einsatz.

Überblick

Der Wirkstoff eignet sich nicht zur Linderung von akuten Atemnotanfällen, wie sie bei Asthmatikern auftreten können. Als Aerosol wird Beclometason vorrangig zur Langzeittherapie eingesetzt, da es die Atemwege bei kontinuierlicher Anwendung erweitert. Diesbezüglich liegen klinisch gesicherte und signifikante Studienergebnisse im umfangreichen Maß vor.

Dieses Glucocortikoid ist zudem als Nasenspray oder Pulver-Inhalator verfügbar. Je nach Darreichungsform eignet es sich zur Therapie von Kindern als auch Erwachsenen. In jedem Fall muss einer ärztlichen Verordnung eine umfangreiche Anamnese des Patienten erfolgen, um mögliche Ausschlusskriterien für eine Langzeittherapie mit Beclometason zu identifizieren.

Wie wirkt Beclometason?

Der Wirkstoff Beclometason gehört zur Gruppe der Kortikoide (Corticosteroide). Als Steroidhormon wird er beispielsweise auch vom Körper selbst in der Nebennierenrinde produziert und besitzt gefäßverengende (vasokonstriktive) als auch entzündungshemmende (antiinflammatorische) Eigenschaften.

Eine Verordnung des synthetisch hergestellten Kortikoids kommt beispielsweise bei Asthma oder allergischen Reaktionen infrage. So initiiert das Immunsystem in diesen Situationen gezielte Schutzmaßnahmen gegen Stoffe, welche ursprünglich keine Gefahr für den menschlichen Körper darstellen. Entsprechend kennt das körpereigene Immunsystem diese nicht als harmlos an.

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Infolgedessen kommt es zu Entzündungen und entsprechenden Krankheitsbildern, wie beispielsweise Asthma. Genau dieser Krankheitsentwicklung wirkt Beclometason entgegen und verhindert damit eine Verschlimmerung.

Parallel zu der entzündungshemmenden Wirkung bildet Beclometason Prostaglandine. Hierbei handelt es sich um Signalstoffe, welche für die Ausbildung von Entzündungen verantwortlich sind. Diese antientzündliche Wirkung ermöglicht es, Beclametason beispielsweise auch bei Rauchvergiftungen beziehungsweise nach Unfällen einzusetzen, wo eine Freigabe giftiger Gase erfolgt. Entsprechend wird ein Vordringen in die inneren Atemwege gezielt verhindert.

Zudem verhindert Beclometason die Ausbildung eines Lungenödems. Hierzu wird der Wirkstoff inhaliert und gewährleistet das Abschwellen der Schleimhäute. Gleichzeitig wird auch die Bildung von Bronchialschleim gezielt reduziert. Nicht zuletzt entkrampft sich durch Beclometason auch die Bronchialmuskulatur.

Da die Wirkung von Beclometason nur sehr langsam einsetzt, ist es nicht zur Behandlung akuter Asthmaanfälle geeignet. Ärzte unterstreichen in diesem Zusammenhang, dass Beclometason nur dann wirkt, wenn die Anwendung über einen längeren Zeitraum hinaus erfolgt. Hier mit eingeschlossen sind auch beschwerdefreie Zeitfenster.

Nebenwirkungen

Die Einnahme des Wirkstoffes Beclometason kann mit unerwünschten Nebenwirkungen verbunden sein.

Sehr häufig kommt es zu Rachen- und Mundentzündungen.

Zu häufigen Nebenwirkungen zählen: Dyspepsie (Verdauungsstörungen), Nausea (Schwindel), Infektionen, Pilzbefall der Rachen- und Mundschleimhaut beziehungsweise Pilzinfektionen im Mund).

Selten zu beobachten sind Glaukom (Grüner Star), Heiserkeit, Halsschmerzen, Geruchsempfindungs- oder Geschmacksempfindungsstörungen, Rachen- oder Nasenschleimhautreizungen, Juckreiz, Nasenbluten, paradoxe Bronchospasmen (starke Verschlechterung der Atemnot), Schwellungen und Rötungen am Auge, Urtikaria (Nesselsucht), Katarakt, Osteoporose, Überempfindlichkeitsreaktionen wie zum Beispiel Hautausschlag im Gesichts-, Lippen- und Rachenbereich.

Sehr seltene Nebenwirkungen sind Bronchitis (starke Entzündungen der Bronchien), Laryngitis (Entzündungen des Kehlkopfs), Kopfschmerzen, Husten, Nasenseptumperforation (Schädigungen der Nasenscheidewand).

Häufige Nebenwirkungen Seltene Nebenwirkungen Sehr seltene Nebenwirkungen
Schwindel Nasenbluten Heiserkeit
Verdauungsstörungen Juckreiz Halsschmerzen
Infektionen Hautausschlag Kopfschmerzen
Pilzbefall (Mund, Rachen) Rötungen & Schwellungen der Augen Kehlkopfentzündung

Darüber hinaus treten in bis dato unbekannter Häufigkeit folgende Nebenwirkungen auf: Übelkeit, Kopfschmerzen, Depressionen, Unruhe, Schlafprobleme, Gefühl für Besorgtheit, Reizbarkeit oder Übererregung, Juckreiz an Lippen, Gesicht, Rachen und Augen.

Während der Umstellung von Kortikoidinjektionen oder -tabletten auf eine Inhalationstherapie mit Medikamenten des Wirkstoffes Beclometason kann es zu Allergien kommen. Im Einzelfall werden beispielsweise beobachtet: allergische Ekzeme, allergische Rhinitis oder rheumatoide Beschwerden.

Zudem wurden eine Unterdrückung der Hypothalamus-Hypophysenvorderlappen-Nebennierenrinden-Achse und glucocorticoidübliche Wirkungen beobachtet. Letzteres verursacht eine erhöhte Infektanfälligkeit und die Stressanpassung wird behindert.

Grundsätzlich werden bei Beclometason zusätzliche Nebenwirkungen im Rahmen einer Langzeittherapie beobachtet. Hierzu zählen Augenerkrankungen, Störungen der Nebennierenfunktion, häufige Wachstumsverzögerungen bei Jugendlichen oder Kindern sowie eine Verminderung der Knochendichte bei Kindern und Erwachsenen.

Wechselwirkungen

Die parallele Einnahme von Beclometason mit anderen Medikamenten kann zu unerwünschten Wechselwirkungen führen.

Besondere Vorsicht ist bei folgenden Arzneimitteln zu wahren, da Beclometason ihre Wirkung verstärkt: Beta-2-Sympathomimetika (Fenoterol, Formoterol, Salbutamol oder Salmeterol). Da diese Wirkstoffe ebenfalls die Bronchien weitern, wird der gleichzeitig die Wirkung von Beclometason erheblich verstärkt.

Bei einer Langzeitanwendung von Beclometason gilt zu beachten, dass Substanzen wie Nelfinavir, Itraconazol, Ketoconazol oder Ritonavir den Abbau des Wirkstoffes hemmen. Deshalb sind oft stärkere Nebenwirkungen als auch eine verstärkte Wirkung zu beobachten.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Beclometason ist nicht einzunehmen, wenn eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff bekannt ist. Patienten mit einer der folgenden Diagnosen sollten andere Wirkstoffe zur asthmatischen Behandlung vorziehen: Mykosen der Atemwege (Pilzerkrankungen), Lungentuberkulose, virale oder bakterielle Infektionen im Bereich der Atemwege.

Zur Behandlung akuter Asthmaanfälle eignen sich Medikamente mit dem Wirkstoff Beclometason nicht, da ihre Wirkung verzögert eintritt.

Während der Schwangerschaft ist Becometason ausschließlich auf ärztliche Verordnung hin einzunehmen. Hierbei ist unbedingt eine intensive Nutzen-Risiko-Analyse durchzuführen. So wurde bei Neugeborenen mit Müttern, die während der Schwangerschaft diesen Wirkstoff einnahmen, vereinzelt Schädigungen der Nebennierenfunktion beobachtet.

Entsprechend ist es ratsam, während der Therapie mit Becometason mithilfe von sicheren Verhütungsmitteln eine mögliche Schwangerschaft auszuschließen.

Ähnliche Empfehlungen sind während der Stillzeit zu beachten. Der Wirkstoff kann durch die Muttermilch auf den Säugling übertragen werden. Entsprechend ist vor einer Langzeittherapie mit Beclometason als auch bei der Einnahme höherer Dosen im Vorfeld der medikamentösen Behandlung abzustillen.

Vor der Anwendung des Beclomentason Nasensprays bei Kindern sind die Herstellerangaben genau zu beachten. Es gibt Medikamente mit diesem Wirkstoff, die nicht vor dem siebten Lebensjahr anzuwenden sind. Im Einzelfall darf das Präparat erst ab 12 Jahren eingesetzt werden.

Zur Inhalation eignet sich Beclometason zur Langzeittherapie von asthmatischen Erkrankungen im Kindesalter (ab vier Jahren). Hierbei ist zu beachten, dass die Anwendung ausschließlich unter Aufsicht von erwachsenen Begleitpersonen erfolgt. Darüber hinaus ist eine kontinuierliche, ärztliche Kontrolle unabdingbar. Sind Wachstumsverzögerungen zu beobachten, ist die individuelle Dosis zu verringern beziehungsweise ein alternativer Wirkstoff einzusetzen.


Quellen:

  1. Beclometason. Gesundheitsportal Onmeda gofeminin.de GmbH. URL: onmeda.de
  2. Beclometason Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  3. Medikamente zur Therapie des Asthma bronchiale im Kindesalter Kinderhospital Osnabrück. URL: akademie-luftikurs.de

Veröffentlicht am: 12.05.2016

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