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Hausstauballergie und Asthma - Wie Milben die Atemwege reizen

Eine Hausstauballergie oder Hausstaubmilbenallergie kann nicht nur die Nase sondern auch die Atemwege reizen. Auf Dauer kann so auch Asthma entstehen. Daher sollten allergische Reaktionen auf Hausstaub nicht unterschätzt werden.

Wie entsteht eine Hausstauballergie?

Die Hausstauballergie betrifft in Deutschland etwa jeden zehnten und zählt damit zu den häufigsten Allergien. Ausgelöst wird sie durch die sogenannten Hausstaubmilben. Mögliche Bisse oder Stiche der Milbe lösen jedoch keine allergischen Reaktionen. Verantwortlich für Beschwerden ist der Kot der Milbe. Dieser enthält bestimmte Allergene in Form von Eiweißen, die im Immunsystem des Menschen eine Überreaktion hervorrufen.

Hausstaubmilben sind etwa 0.1 bis 0.5 Millimeter groß und mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Sie treten ausschließlich in Höhengebieten unter 1200 Metern auf. Der Milbenkot lagert sich lediglich am Boden, auf Teppichen oder auf Polstermöbeln ab, der er zu schwer ist, um in der Luft zu schweben.

Welche Symptome werden ausgelöst?

Eine Hausstauballergie kann sich in leichten wie auch starken Beschwerden äußern. Dabei steigert sich die Stärke der Symptome im Verlauf der Erkrankung. Häufig werden zunächst nur ein Jucken oder Tränen der Augen und Nase bemerkt. Diese Symptome werden von vielen als normal empfunden und ignoriert. Bald kommt es jedoch zu einem Anschwellen der Nasen- und Rachenschleimhaut, die zu verstärktem Schnupfen und Niesen führt. Spätestens bei diesen Anzeichen sollte ein Arzt aufgesucht werden und mit einem Provokationstest eine Diagnose erstellt werden. Liegt eine Hausstauballergie vor und bleibt diese unbehandelt können sich die Beschwerden zu ernsteren Folgeerkrankungen der Atemwege entwickeln, wie allergischem Asthma. Erste Anzeichen hierfür sind Hustenanfälle nach asthma-typischem Muster oder andere typische Asthma-Symptome.

Symptome einer Hausstauballergie zeigen sich vor allem nachts oder am Morgen. Da das Bett ein besonderer Tummelplatz für Milben ist, werden beim Schlafen häufiger allergische Reaktionen ausgelöst. Die Allergene sorgen zudem für eine erhöhte Anzahl an Antikörpern im Blut. Endgültig nachgewiesen werden kann die Erkrankung aber erst durch einen bronchialen Provokationstest, bei dem die Milbenallergene direkt inhaliert werden.

Wie verursacht die Hausstauballergie Asthma?

Da der Milbenkot über die Atemwege aufgenommen wird, werden diese gereizt. Dies geschieht durch eine Reaktion der Schleimhäute auf Allergene. Sogenannte Mastzellen und Entzündungszellen greifen das Schleimhautgewebe an, wodurch sie sich verdickt und die Bronchien verengt werden. Eine zusätzliche Reizung entsteht durch die auftretenden allergischen Reaktionen, wie Husten. Hierdurch können wiederum Entzündungen entstehen, die auf lange Sicht zu allergischem Asthma führen können. Dafür sorgen die Überreaktionen der Bronchien und die Schädigung der Schleimhaut. Entwickelt sich eine Allergie zu einer chronischen Lungenerkrankung spricht man vom Etagenwechsel, da akute Symptome einer Nasenschleimhautreaktion zu chronischen Beschwerden der Lunge führen. Man geht davon aus, dass bei etwa 20 bis 50 Prozent der Allergiker ein Etagenwechsel innerhalb von fünf bis fünfzehn Jahren stattfindet. Ein erstes Anzeichen für diese Entwicklung ist ein dauerhafter Reizhusten oder Atemnot.

Welche Behandlung ist möglich?

Patienten, die unter einer Hausstauballergie leiden, müssen sich an die drei Grundsäulen – Reinigung, medikamentöse Behandlung und Immunisierung – halten.

Zunächst müssen Patienten die Wohnung gründlich reinigen und von den Milben befreien, um weiteres Allergiepotential zu beseitigen. Auch bestimmte anti-allergene Stoffe oder Polster sollten angeschafft werden. Eine allergen-freie Umgebung ist der wichtigste Grundstein und kann in leichten Fällen sogar bereits für eine Linderung sorgen.

Zeigen sich bereits stärkere Symptome, so wird zusätzlich auf eine medikamentöse Behandlung zurückgegriffen. Hier sollten vor allem entzündungshemmende Mittel, wie Cortison, zum Einsatz kommen. Hat sich bereits allergisches Asthma entwickelt, kann der Einsatz eines Asthma-Sprays nötig sein. Je nach Stärke der Beschwerden muss hier entweder auf Inhalatoren zur akuten oder Dauertherapie zurückgegriffen werden.

Mit einer Immuntherapie soll eine relative dauerhafte Immunisierung gegenüber dem Allergen geschaffen werden. Hierbei werden dem Patienten kleinste Mengen des Allergens verabreicht. Dies geschieht durch Spritzen oder Tropfen. Im Laufe der Therapie wird die Dosis schrittweise erhöht, wodurch sich der Körper daran gewöhnt und eine Toleranz entwickelt. Da der Kontakt mit Hausstaubmilben so häufig ist, dauert die Immuntherapie hier sehr lang. Experten raten zu einer Immunbehandlung alle sechs bis acht Wochen für einen Zeitraum von etwa drei Jahren.

Wie kann man einer Allergie vorbeugen?

Nach einem Impfstoff gegen die Hausstauballergie wird schon lange geforscht. Bisher wurden schon einige erfolgversprechende Wirkstoffe identifiziert, sie befinden sich jedoch noch alle in der Prüfphase. Bevor ein konkretes Präparat erhältlich sein wird, sind noch einige Jahre Forschung nötig.

Zur Vorbeugung bleibt daher nur eine regelmäßige Reinigung der Wohnung. Wer sich eine milbenfreie Umgebung schafft und so nur selten den Allergenen ausgesetzt wird, der minimiert das Risiko einer Allergie.

Milben fühlen sich bei Temperaturen von 20 bis 30 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von etwa 70 Prozent besonders wohl. Wichtig ist dies vor allem zur Winterzeit, wenn die Heizungsluft einen perfekten Nährboden für Milben bietet. Zudem wirbelt die Luftzirkulation den Staub vom Boden auf, sodass der Milbenkot leichter inhaliert wird. Daher ist regelmäßiges Lüften ein erster Schritt zu Milbenbeseitigung.

Milben ernähren sich vor allem von Hautschuppen, menschlicher oder tierischer Natur. Daher ist es nötig regelmäßig die Wohnung zu reinigen und von solchen Stoffen zu befreien.

Zudem sollten dem Boden, Teppichen und Polstermöbel besonders Aufmerksamkeit geschenkt werden, da sich hier besonders viele Milben ansammeln. Bei Polstermöbeln kann z.B. auf anti-allergene Bezüge zurückgegriffen werden. Generell sollte jedoch auf Staubfänger, wie zahlreiche Zierkissen, eher verzichtet werden. Wem dies zu viel ist, der musst die Bezüge häufig waschen oder ins Gefrierfach legen, um die Milben zu töten.

Grundsätzlich gilt ein kurzfloriger Teppichboden als pflegeleichtester Boden bei einer Hausstauballergie. Hier kann Staub nur schwer aufwirbeln. Glatte Böden lassen Staub viel einfach aufwirbeln, wenngleich sie einfacher zu reinigen sind. Hier ist ein wöchentliches feuchtes Durchwischen nötig.

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