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COPD - Was ist die chronisch obstruktive Lungenkrankheit?

Die chronisch obstruktive Lungenkrankheit (engl. COPD) ist eine der bekanntesten und schwerwiegendsten Erkrankungen der Atemwege. Erfahren Sie, wodurch COPD entsteht und wie sich die Krankheit vermeiden lässt.

COPD: Definition und Verbreitung

Bei der COPD handelt es sich um eine chronische Verengung der Atemwege, die vor allem durch negative Umwelteinflüsse wie beispielsweise Rauch, Feinstaub, Chemikalien oder Abgase hervorgerufen wird. Häufig werden unter dem Sammelbegriff schwere Lungenkrankheiten zusammengefasst, bspw. eine chronische Bronchitis oder ein Lungenemphysem. In Deutschland hat sich die chronisch obstruktive Lungenkrankheit mittlerweile zu einer Volkskrankheit mit steigender Tendenz entwickelt.

Wie stark ist COPD verbreitet?

Im Jahre 2004 bezifferte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Anzahl derjenigen Personen die an COPD leiden mit 64 Millionen. Im gleichen Jahr verstarben rund drei Millionen Menschen an dieser Erkrankung. Das entspricht sechs Prozent aller Todesfälle in diesem Zeitraum. Eine Bewertung der Verbreitung von COPD gestaltet sich jedoch sehr schwierig, da die überwiegende Anzahl der Fälle weder diagnostiziert ist, noch behandelt wird.

Aufgrund epidemiologischer Studien schließt daher ebenfalls die WHO im Jahre 2007, dass es tatsächlich weltweit über 300 Millionen COPD-Erkrankungen gibt. Andere Schätzungen liegen sogar noch weit darüber. Davon könnten nicht, wie bisher angenommen, zwischen 2 und 3 Millionen auf Deutschland entfallen, sondern knapp 7 Millionen.

Unabhängig davon zählt COPD bereits heute sicher zu den häufigsten Todesursachen und die Erkrankung verbreitet sich mit hohen Zuwachsraten weiter. Betroffen sind zwar immer noch mehrheitlich Männer ab dem 40ten Lebensjahr, allerdings steigt der Anteil an jüngeren Personen sowie Frauen.


Atemwege bei COPD

COPD Symptome und typischer Krankheitsverlauf

Die häufigsten Symptome von COPD – Auswurf, Husten und Atemnot – werden auch als AHA Symptome bezeichnet. Die AHA-Symptome treten häufig im Zusammenspiel mit der Belastung der Lunge auf und Patienten haben meist Probleme beim Ausatmen. Treten derartige Beschwerden auf, muss es sich nicht unbedingt um eine COPD handeln, dennoch sollte eine gründliche Untersuchung vollzogen werden.

Viele Patienten machen die Erfahrung, dass die Symptome morgens am schlimmsten sind und im Laufe des Tages wieder abklingen. Außerdem lässt sich häufig beobachten, dass der Krankheitsverlauf im Herbst und Winter stärker ist als im Frühjahr und Sommer.

Nicht selten passiert es, dass Betroffene unangenehmen Auswurf beim Husten bemerken, welcher Aufschluss auf die vorliegende Erkrankung geben kann. Handelt es sich tatsächlich um COPD, dann ist das Sputum oft leicht bräunlich und kann morgens relativ einfach abgehustet werden. Schreitet die Erkrankung weiter fort, dann kann es zu Blutbeimengungen im Sputum kommen.

Ein weiteres typisches Merkmal der COPD Krankheit ist eine Belastungsdyspnoe, die in bestimmten Situationen, zum Beispiel bei körperlicher Anstrengung oder Sport, zu Atemnot führt.

Welche COPD-Stadien und Patienten-Ausprägungen gibt es?

Die 5 COPD-Stadien

Um die Diagnose zu vereinfachen und einheitliche Standards zu gewährleisten, wird zwischen fünf unterschiedlichen COPD-Stadien unterschieden.

  • Werden Patienten mit dem Schweregrad null diagnostiziert, dann handelt es sich lediglich um ein bestehendes Risiko, zum Beispiel durch Allergien oder erbliche Veranlagungen.
  • Bei Stufe 1 kann es bereits zu leichten Beschwerden wie Husten oder Auswurf kommen
  • Ab Stufe 2 kommt es bereits zu chronischen Symptomen
  • Ab Stufe 3 treten Symptome bereits deutlich intensiver auf
  • Von der schwersten Ausprägung (Stufe 4) spricht man, wenn es zu sehr schweren, chronischen Symptomen kommt, die den Alltag des Patienten sehr einschränken.

COPD-Ausprägungen: Was sind Pink Puffer und Blue Bloater?

Patienten, die an einer fortgeschrittenen COPD leiden werden zwei Ausprägungstypen zugeordnet: Pink Puffer oder Blue Bloater.

Der typische Pink Puffer Patient ist dabei mehr ausgemergelt als schlank. Kennzeichnend sind hier zudem ein häufiger Reizhusten mit wenig Auswurf und erhebliche Atemnoterscheinungen. Darüber hinaus kann neben einem normalen auch ein niedriger arterieller Kohlendioxid-Partialdruck im Blut (Normo- beziehungsweise Hypokapnie), sowie ein arterieller Sauerstoffmangel (Hypoxämie) bestehen.

Beim Blue Bloater hingegen liegt ein Übergewicht bis zur Adipositas oder Fettleibigkeit vor. Neben einer Hypokapnie besteht meist auch eine Hypoxämie, der Husten eines derartigen Patienten weist gewöhnlich einen beträchtlichen Schleimauswurf auf. Blue Bloater erkennt man häufig an einer violett bis bläulichen Hautfarbe. Dies liegt an einer Sauerstoffarmut des Hämoglobins, dem Farbstoff der roten Blutkörperchen, was Zyanose genannt wird.

Blue Bloater leiden weniger an Atemnot wie Pink Puffer, haben dafür Lungenemphysem-typische Verformungen des Brustkorbes (Fassthorax). Insgesamt jedoch ist die Prognose für einen Blue Bloater günstiger als für einen Pink Puffer. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass in der Regel keine reine sondern eine Mischform aus Blue Bloater und Pink Puffer vorliegt.

COPD Ursachen & Folgen

COPD Ursachen

Zu den häufigsten Ursachen von COPD zählen die folgenden Faktoren:

  • Rauchen
  • Umweltverschmutzung
  • Berufliche Belastung
  • Infektionen
  • Vererbung
  • Ernährung

Tatsächlich ist bekannt, dass ein Großteil der COPD Patienten regelmäßig Zigaretten raucht. Bei etwa 15 bis 20% der Raucher wird über die Jahre eine Abnahme der Lungenkapazität beobachtet, die mit großer Wahrscheinlichkeit zur Entstehung der Atemwegserkrankung beitragen kann. Dennoch sehen Experten Umweltverschmutzungen als Ursache Nummer eins von COPD, unter Anderem, da etwa 25 bis 40% der Patienten weltweit noch nie im Leben geraucht haben. Beispiele für Auslöser in diesem Bereich sind Dämpfe von Biokraftstoffen, Staubpartikel am Arbeitsplatz oder eine Belastung durch Schwefeldioxid.

Zunehmend wird außerdem beobachtet, dass berufliche Belastungen in bestimmten Bereichen Auslöser darstellen können. Arbeiter in Baumwollfabriken oder Webereien beispielsweise, die täglich Chemikalien ausgesetzt sind, haben ein deutlich höheres Risiko an einer Lungenkrankheit zu erkranken. Experten glauben darüber hinaus, dass auch virale Lungeninfektionen im Kindesalter das Risiko einer späteren Erkrankung deutlich steigern können.

Die Forschung an Zwillingen konnte bestätigen, dass auch erbliche Belastungen genau wie bei der Entstehung von Asthma bei COPD eine Rolle spielen können. Außerdem wird die Ernährung als Risikofaktor genannt – übermäßiger Konsum von Nitrit, zum Beispiel in Pökelsalz - soll das individuelle Risiko zu erkranken ebenfalls steigern.

Was sind die Folgen von COPD?

COPD wird heute als eine Systemerkrankung betrachtet. Das heißt, Krankheitsfolgen können im ganzen Organismus auftreten. In der Konsequenz entsteht dann eine Multimorbidität genannte Mehrfacherkrankung, bei der ein gravierend erhöhtes Risiko besteht, dass Komplikationen auftreten. Außerdem wird beispielsweise aufgrund von Wechselwirkungsrisiken die Medikation erschwert.

Mit steigendem Alter werden bei einer fortgeschrittenen COPD zusätzlich mindestens drei gravierende Folge- oder Begleiterkrankungen festgestellt. Dazu gehören unter anderem:

  • Atemwegserkrankungen
  • Bronchialkarzinom oder Lungenkrebs
  • depressive und ähnliche Störungen
  • Einschränkungen in der Mobilität
  • Harninkontinenz
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Stoffwechsel- und Verdauungsstörungen

Besonders fatal an diesem Zusammenhang ist, dass sich COPD und die Folgeerkrankungen häufig gegenseitig begünstigen und potenzieren.

Zusammenhang zwischen COPD, chronischer Bronchitis, Lungenemphysem & Asthma

Vereinfacht ausgedrückt ist COPD in den meisten Fällen ein gemeinsames Auftreten von chronischer Bronchitis und einem Lungenemphysem.

Eine chronisch gewordene Bronchitis kennzeichnet sich durch einen produktiven, das heißt von Schleimauswurf begleiteten Husten. Bei einer alleinigen Bronchial-Erkrankung ist eine Rückbildung im Bereich des Möglichen. Das hängt von der Therapie ab sowie der Vermeidung von Risikofaktoren wie dem Rauchen, oder dem Aufenthalt an Orten mit verunreinigter Atemluft.

Findet dies nicht statt, kann eine COPD entstehen und damit zur chronischen Bronchitis ein Lungenemphysem, beziehungsweise eine nicht umkehrbare Überblähung der Alveolen kommen. Alveolen sind die Lungenbläschen, die Gase aus der Atemluft für das Blut verfügbar machen.

Bei einer fortschreitenden COPD werden häufig auch die Alveolarsepten, die Trennwände zwischen den Lungenbläschen, in Mitleidenschaft gezogen. Auch diese Degeneration ist irreversibel. Das Lungenemphysem ist voll ausgeprägt, wenn aus der einstigen an eine Weinrebe erinnernden Alveolen-Struktur ein strukturell undifferenzierter Ball geworden ist.

Die Symptome von COPD und Asthma können grundsätzlich sehr ähnlich ausfallen, die beiden Krankheiten unterscheiden sich allerdings meist im Beginn der Erkrankung – Asthma tritt nämlich häufig bereits im Kindesalter auf, wohingegen sich COPD erst später entwickelt. Außerdem neigen COPD-Patienten dazu, dauerhaft eine leichte Atemnot zu verspüren, während es bei Asthma eher zu akuten Anfällen kommt.

COPD-Diagnose & Behandlung

Wie erfolgt die Diagnose einer COPD?

Ein Lungenfunktionstest macht normalerweise den Kern der COPD-Diagnose aus. In manchen Fällen kann darüber hinaus ein Allergietest sinnvoll sein, um andere Krankheiten auszuschließen. In den meisten Fällen erfolgt bei der Diagnose gleichzeitig eine Einteilung in Stadium 0, 1, 2, 3 oder 4.

Natürlich gilt auch hier, dass eine frühzeitige Diagnose und Therapie besonders wichtig sind, um eine Verschlechterung der Lungengesundheit zu vermeiden.

Wie erfolgt die COPD-Behandlung?


Leider lässt sich COPD, ähnlich wie Asthma, nicht ganz heilen. Ziel der Therapie ist es daher, die Symptome zu lindern, das Fortschreiten der Krankheit zu verhindern und die Lebensqualität des Patienten zu steigern. Kern der Behandlung ist meist die Medikation mit einem geeigneten Inhalator, der beruhigend und entzündungshemmend auf die Lungen wirkt. Meistens verschreiben Ärzte einen Bronchodilatator, der die Bronchien erweitert und das Atmen so erleichtern soll. Bei schweren Formen der Erkrankung kann außerdem eine Sauerstoff-Langzeittherapie eingesetzt werden.

Über die Medikation sowie Vermeidung von Risikofaktoren hinaus, werden in der COPD-Therapie auch Impfungen durchgeführt, da eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber unterschiedlicher Krankheiten besteht. Dies reduziert die Gefahr, dass infektiöse Begleiterkrankungen auftreten.

Ein weiterer Therapiebereich betrifft die Einschränkungen in der Mobilität beziehungsweise die Bewegungsarmut, die mit einer COPD häufig einhergeht. Hier wird für Patienten ein moderates Bewegungsprogramm angesetzt, das einen Beitrag dazu leistet, die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten. Weiterhin soll hierdurch eine schlagartige Beschleunigung des COPD-Verlaufes ( Exazerbation) vermieden, sowie das psychische Wohlbefinden verbessert werden. Gemeinsam mit einer Atem- und Physiotherapie wird zudem die Atemmuskulatur gestärkt. Eine eventuelle Atemnot kann so vermindert werden.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass Patienten Zigaretten ganz aufgeben beziehungsweise Passivrauchen vermeiden. Gleichzeitig sollten Sie ihr Immunsystem durch eine gesunde Ernährung stärken und sich bei der Anwendung der Medikamente genau an die Angaben des Arztes halten.


Quellen:

  1. Pfeifer, Michael (2006): COPD - nichtmedikamentöse Therapie, in: Medizinische Klinik April 2006, Volume 101, Issue 4, pp 293-300, link.springer.com
  2. Netdoktor.de: COPD, URL: netdoktor.de, Zugriff am 07.12.2015

Letzte Aktualisierung: 07.12.2015

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