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Beta-2-Sympathomimetika zur Behandlung von Bronchialerkrankungen

Beta-2-Sympathomimetika ist die Bezeichnung für eine bestimmte Gruppe von Wirkstoffen, die hauptsächlich zur Behandlung von Asthma bronchiale und chronisch obstruktiver Bronchitis (COPD) eingesetzt werden. Die Anwendung bei COPD umfasst sowohl die Behandlung von chronischer Bronchitis als auch von Lungenemphysemen.

Die Hauptwirkung von Beta-2-Sympathomimetika besteht in der Entspannung der glatten Muskulatur, insbesondere in den Bronchien, der Gebärmutter und der Blutgefäße. Alternative Bezeichnungen für diese Wirkstoffgruppe sind Beta-2-Agonisten, Beta-2-Adrenergika und Beta-2-Adrenozeptor-Agonisten.

Wirkungsweise von Beta-2-Sympathomimetika

Beta-2-Sympathomimetika imitieren die Wirkung der körpereigenen Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin, indem sie sich an bestimmte Rezeptoren, vor allem Beta-2-Rezeptoren, heften. Durch diese Bindung an die Rezeptoren aktivieren sie den Teil des autonomen Nervensystems des Körpers, der für die Aktivierung des Körpers, der Atmung und des Herzens zuständig ist, den sogenannten Sympathicus.

Wirkungsweise von Beta-2-Sympathomimetika

Die Aktivierung / Erregung der Rezeptoren lässt sich auf zweifache Weise therapeutisch zunutze machen:

  1. Die Bindung an beta-2-Rezeptoren in den Muskelzellen der Atemwege führt dazu, dass sich diese Zellen entspannen. Die Folge: Die Bronchien erweitern sich und die Atmung wird leichter. Außerdem lässt sich Schleim besser abhusten. Allergische Reaktionen und Entzündungen werden abgemildert. Für den Einsatz von Beta-2-Sympathomimetika bei Asthma und COPD bietet sich die Anwendung per Inhalation an. So entfaltet sich die Wirkung schon binnen 3-5 Minuten, Nebenwirkungen treten seltener auf. Alternativ können Beta-2-Sympathomimetika in Tablettenform eingenommen werden.
  2. Binden sich die Wirkstoffe an beta-2-Rezeptoren in der Gebärmutter, erschlaffen diese und ziehen sich nicht mehr zusammen (Wehen). Besteht die Gefahr zu früh auftretender Wehen, kann diese durch die Gabe von Beta-2-Sympathomimetika abgewendet werden. Darüber hinaus fördern Beta-2-Sympathomimetika die Ausschüttung von Insulin. Außerdem unterstützen sie die Aufnahme von Kalium in die Zellen. Der Mineralstoff ist unter anderem für die Weiterleitung der elektrischen Impulse zwischen den Nerven- und Muskelzellen zuständig.

Beta-2-Sympathomimetika und Leistungssport

Beta-2-Sympathomimetika wirken nicht nur bronchienerweiternd, sondern haben teilweise eine anabole Wirkung. Diese kann im Leistungssport, insbesondere bei Ausdauersportarten, zur unerlaubten Leistungsförderung (Doping) eingesetzt werden.

Deshalb sind Beta-2-Sympathomimetika im Leistungssport / bei Wettkämpfen verboten. Einige wenige Wirkstoffe (Formoterol, Salbutamol, Salmeterol und Terbutalin) sind zur Behandlung von Asthma bis zu einem bestimmten Grenzwert und mit medizinischer Ausnahmebewilligung erlaubt.

Welche Wirkstoffe zählen zu den Beta-2-Sympathomimetika?

Die häufigsten Wirkstoffe der Beta-2-Sympathomimetika (und Beispiele für Medikamente mit diesem Wirkstoff) sind:

  • Salbutamol (z.B. in Ventolin)
  • Salmeterol (z.B. Serevent)
  • Terbutalin (z.B. Bricanyl)
  • Clenbuterol (z.B. Spiropent)
  • Formoterol (z.B. Formatris, FormoLich, Formotop)
  • Fenoterol (z.B. Berotec N)

Eine Besonderheit stellt das Beta-2-Sympathomimetikum Fenoterol dar. Dieser Wirkstoff findet nicht nur in der Lungentherapie (hier auch in Kombination mit Cromoglicinsäure oder Ipratropium) Anwendung, sondern wird auch in der Frauenheilkunde eingesetzt. Schwangere erhalten Arzneimittel mit diesem Wirkstoff zur Wehenhemmung.

  • Ventolin

    Hersteller: Allen & Hanburys Ltd

    Wirkstoff(e): Salbutamol

    Dosierung: 100 mcg, 200 mcg

    Wirksamkeit: schnellwirksam

    Abgabeform: rezeptpflichtig

  • Seretide

    Hersteller: GlaxoSmithKline

    Wirkstoff(e): Fluticason & Salmeterol

    Dosierung: von 50 mcg bis 500 mcg

    Wirksamkeit: langwirksam

    Abgabeform: rezeptpflichtig

  • Symbicort

    Hersteller: Astra Zeneca

    Wirkstoff(e): Budesonid und Formoterolfumarat-Dihydrat

    Dosierung: 100/6 , 200/6 oder 400/12

    Wirksamkeit: langwirksam

    Abgabeform: rezeptpflichtig

Weitere Wirkstoffe (und Medikamente), die zur Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika gehören, sind:

  • Ambroxol in Kombination mit Clenbuterol (z.B. Spasmo-Mucosolvan)
  • Bambuterol (z.B. Bambec)
  • Beclometason in Kombination mit Formoterol (z.B. Foster, Kantos)
  • Cromoglicinsäure in Kombination mit Reproterol (z.B. Aarane, Allergospasmin)
  • Epinephrin (z.B. Suprarenin)
  • Fluticason in Kombination mit Salmeterol (z.B. Seretide)
  • Formoterol in Kombination mit Budesonid (z.B. Symbicort)
  • Indacaterol (z.B. Onbrez)
  • Umeclidinium in Kombination mit Vilanterol (z.B. Anoro)

Hinweise zur Anwendung von Beta-2-Sympathomimetika

Je nach Wirkstoff liegt die Wirkdauer von Beta-2-Sympathomimetika zwischen 3 und 12 Stunden. Wirkstoffe mit einer Wirkdauer von 3-5 Stunden heißen kurzwirksame Beta-2-Sympathomimetika. Sie helfen bei einem akuten Asthmaanfall, sind jedoch nicht zur Vorbeugung geeignet. Ausnahme: Die Inhalation von kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetika vor einer sportlichen Betätigung kann verhindern, dass diese zu einem belastungsbedingten akuten Asthmaanfall führt.

Beispiele für kurzwirksame Beta-2-Sympathomimetika:

  • Fenoterol
  • Salbutamol
  • Terbutalin

Ist die Asthmaerkrankung bereits im fortgeschrittenen Stadium, können langwirksame Beta-2-Sympathomimetika eingesetzt werden. Ihre Wirkdauer beträgt bis zu 12 Stunden, die Anwendung erfolgt entweder über Inhalation oder Tabletteneinnahme. Typische langwirksame Beta-2-Sympathomimetika:

  • Bambuterol
  • Formoterol
  • Salmeterol

Ein Beta-2-Sympathomimetikum mit einer besonders langen Wirkdauer ist Indacaterol (24 Stunden). Langwirksame Beta-2-Sympathomimetika werden häufig in Kombination mit entzündungshemmenden Wirkstoffen wie Glucocorticosteroiden angewendet, um eine optimale Asthmakontrolle zu erreichen.

Nebenwirkungen von Beta-2-Sympathomimetika

Wie alle Arzneimittel haben auch Beta-2-Sympathomimetika Nebenwirkungen, die sich bei manchen Anwendern zeigen können, jedoch nicht bei jedem Anwender auftreten. Da der Wirkstoff bei einer Inhalation direkt am betroffenen Ort entfaltet und nur sehr wenig davon in den Blutkreislauf gerät, geht die Anwendung von Beta-2-Sympathomimetika in Form einer Inhalation üblicherweise mit weniger Nebenwirkungen einher als die Einnahme in Form von Tabletten oder Spritzen.

Mögliche Nebenwirkungen von Beta-2-Sympathomimetika:

  • Herzklopfen/Herzrasen
  • Angina pectoris
  • Zittern der Hände
  • innere Unruhe
  • übermäßiges Schwitzen
  • Schlaflosigkeit
  • Schwächegefühl
  • Übelkeit

Hohe Dosen von Beta-2-Sympathomimetika können zu Überzuckerung, Kaliummangel sowie Magnesiummangel führen.

Eine sehr häufige Anwendung von kurzwirksamen Beta-2-Sympathomimetika kann zu einer gewissen Gewöhnung führen, sodass die Wirkung im Laufe der Zeit nachlässt. Gleichzeitig kann es zu einer zunehmenden Überempfindlichkeit der Bronchien kommen.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Bei gleichzeitiger Einnahme mehrerer Beta-2-Sympathomimetika besteht die Gefahr, dass sich die erwünschten Wirkungen gegenseitig abschwächen und sich gleichzeitig die Nebenwirkungen verstärken. Deshalb ist von einer Kombination der Wirkstoffe aus der gleichen Wirkstoffgruppe unbedingt abzusehen.

Betablocker zur Senkung des Blutdrucks oder zur Behandlung eines Glaukoms ("grüner Star") schwächen die Wirkung von Beta-2-Sympathomimetika ab. Sie sollten deshalb nur in Ausnahmefällen und auf ärztliche Anweisung hin zusammen mit Beta-2-Sympathomimetika eingenommen werden.

Darüber hinaus sind Wechselwirkungen mit weiteren Arzneimitteln und Substanzen bekannt. Hierzu gehören:

  • Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen
  • Medikamente zur Steigerung / Senkung der Herzfrequenz
  • ACE-Hemmer
  • Glucocorticoide
  • Entwässerungsmittel (Diuretika)
  • trizyklische Antidepressiva
  • bestimmte Hormone wie Oxytocin oder Levothyroxin
  • Methylxanthine
  • koffeinhaltige Getränke (wie Kaffee, Cola)

Wann dürfen Beta-2-Sympathomimetika nicht angewandt werden?

Die Anwendung von Beta-2-Sympathomimetika darf nicht erfolgen, wenn eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff besteht. Bei folgenden Erkrankungen ist eine Anwendung nur nach sorgfältiger Risiko-Nutzen-Abwägung und unter strenger ärztlicher Kontrolle möglich:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Krampfanfälle
  • Diabetes mellitus

Die Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.


Quellen:

  1. Bedarfsmedikation (Reliever), Bundesverband der Pneumologen e.V. (BdP). URL: lungenaerzte-im-netz.de
  2. Asthma bronchiale Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin. URL: ikkbb.de
  3. Dopingproblematik und aktuelle Dopingliste Verein zur Förderung der Sportmedizin Hannover e.V.. URL: zeitschrift-sprotmedizin.de
  4. Untersuchung zu Wirksamkeit und Verträglichkeit der Dauertherapie eines Langzeit-Beta-2-Sympathomimetikums als Pulverinhalator. Gabrile Oepen; 2010; Medizinische Fakultät der Universität Bonn. URL: hss.ulb.uni-bonn.de

Veröffentlicht am: 10.08.2016

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