Live Chat +44 20 3322 1430
Das Patientenservice Team ist jetzt erreichbar: Mo-Fr 09:00-19:00
  • 100% DiskretionVertrauliche Beratung & neutrale Verpackung
  • Original Markenmedikamentevon unserer in der EU registrierten Apotheke
  • Keine versteckten GebührenAlle Preise enthalten Lieferung
  • Expressversand24 Stunden Versand

Asthma im Winter - Wie kalte Luft und Nebel die Atemwege reizen

Asthma-Beschwerden werden häufig mit der Pollenzeit assoziiert. Daher glauben viele, dass der Winter, eine besonders erholsame Zeit für Asthmatiker ist. Doch leider ist das nicht der Fall und in der kalten Jahreszeit müssen Asthmatiker genauso auf die Atemwege acht geben.

Kälte reizt die Bronchien

Kalte Luft reizt beim Einatmen die Bronchien, da sie trockener ist als warme Sommerluft. Bei Menschen mit gesunden Atemwegen sorgt dies lediglich für ein kurzes Husten. Die Atemmuskulatur von Asthma-Patienten reagiert aufgrund ständiger Reizungen bereits überempfindlich, sodass es sogar zu akuter Atemnot und Anfällen kommen kann.

Man spricht hier von kälteinduziertem Asthma bronchiale. Gerade bei Belastungsasthma, sollte das Training im Freien daher schonend gestaltet werden. Auf Sport muss jedoch nicht gänzlich verzichtet werden, solange die Temperaturen keine arktischen Minusgrade erreichen.

Wärme strapaziert die Lungen

Doch nicht nur die Kälte macht den Atemwegen zu schaffen, sondern auch die warme Heizungsluft. Das Aufdrehen der Heizung sorgt zwar für eine warme Raumtemperatur, trocknet jedoch auch die Luft aus. Unterstützt wird das durch das unregelmäßige Lüften im Winter, mit dem wir die kalten Temperaturen draußen halten wollen. Gerade trockene Luft reizt jedoch die Atemmuskulatur und kann zu Hustenanfällen führen.

Asthma Kälte

Hinzukommt, dass die durch das Heizen entstehende Luftzirkulation Staub und Milbenkot vom Boden in die Luft transportiert. Diese reizenden Stoffe werden so schnell eingeatmet. Besonders Asthmatiker deren Erkrankung auf eine Hausstaub- oder Milbenallergie beruht, klagen über Beschwerden. Durch Pollen bedingtes allergisches Asthma ist im Winter hingegen kaum ein Thema.

Temperaturwechsel sorgt für ein Zusammenziehen der Bronchien

Der schnelle Wechsel von warmer Heizungsluft auf kühle Außenluft sorgt außerdem für ein Zusammenziehen der Bronchien. Die Atemmuskulatur verkrampft sich und das Atmen wird erschwert. Dieser Temperaturwechsel erhöht ebenso das Risiko einer Erkältung, welches bei Asthmatikern bereits höher liegt als bei Menschen mit gesunden Atemwegen. Gerade Infektionen können die Atemmuskulatur noch weiter angreifen und Anfälle auslösen.

Nebel birgt Gefahrenquellen für die Atemwege

In der kalten Jahreszeit kommt es häufiger zu Nebel. Obwohl die Luft dadurch mit Feuchtigkeit angereichert wird und die Schleimhäute befeuchtet werden, birgt Nebel auch Gefahrenquellen für die Atemwege. Gerade Nebel in stark besiedelten Gegenden, wie Städten, ist häufig mit Schadstoffen, wie Autoabgasen durchsetzt. Die Schadstoffe setzen sich in den winzigen Wassertröpfchen des Nebels ab und können eingeatmet werden und die Bronchien angreifen.


Tipps: So kommen Sie gesund durch den Winter

Um als Asthmatiker gesund durch den Winter zu kommen, gilt es die Risikofaktoren zu vermeiden und ein gutes Immunsystem aufzubauen. Ein gestärktes Immunsystem hilft Infektionen und Erkältungen abzuwehren, die für Entzündungen der Atemwege sorgen können. Um den Kontakt mit Viren zu vermeiden, sollte auf eine regelmäßige Desinfektion geachtet werden.

Regelmäßiges Lüften oder ein Luftbefeuchter halten die Luftfeuchtigkeit im Raum konstant. Besonders sinnvoll ist es auf kurzes Stoßlüften zurückzugreifen, kurz bevor man das Haus verlässt. Auf diese Weise gleicht sich die Raumtemperatur der Außentemperatur etwas an und der Wechsel fällt nicht so stark aus.

Beim Atmen an der frischen Luft sollten Patienten lieber durch die Nase anstatt den Mund einatmen. Auf diese Weise wird die Luft angewärmt bevor sie die Bronchien erreicht. Gerade beim Sport ist darauf zu achten. Sportliche Tätigkeiten müssen nicht vernachlässigt werden, da sie das Immunsystem ankurbeln können. Um Belastungsasthma zu vermeiden, sollten es Patienten jedoch eher ruhig angehen lassen.

Wichtig es zudem immer ein Notfallspray dabeizuhaben. Für manche Asthmatiker kann ebenfalls eine Anpassung der Therapie über die Winterzeit sinnvoll sein. Zusätzlich sollte Stress vermieden und auf genügend Schlaf geachtet werden.

Wintersport für Asthmatiker

Trotz der kalten Luft müssen Asthmatiker auf Wintersport nicht verzichten. Wichtig ist es eine geeignete Sportart zu finden. Der Sport sollte bei moderater und gleichbleibender Belastung das Immunsystem und die Schleimhäute anregen. Geeignet sind daher besonders Wintersportaktivitäten, die eher auf die Kondition abzielen und an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden können.

Skilanglauf, Schneeschuhlaufen oder Schlittschuhlaufen können von Asthmatikern problemlos betrieben werden. Dabei gilt es auf eine lange Aufwärmphase und eine geringe Belastung zu achten sowie regelmäßige Pausen einzulegen. Das Atmen durch die Nase sollte weiterhin möglich sein. Einführungskurse mit geschulten Trainern können helfen, die individuelle Belastungsgrenze zu ermitteln.

Letzte Aktualisierung: 02.11.2015

Arzneimittel auswählen
Medizinischen Fragebogen ausfüllen
Der Arzt stellt Ihr Rezept aus
Apotheke versendet Ihr Medikament