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Allergisches Asthma: Definition, Entstehung, Ursachen

Allergisches Asthma (exogenes oder auch extrinsisches Asthma) hat in den letzten Jahrzehnten einen dramatischen Anstieg in der Häufigkeit und Schwere der Erkrankungen erfahren. Das weltweite Auftreten, die Morbidität (Krankheitshäufigkeit) und Mortalität (Sterberate) von allergischem Asthma nehmen weiter zu. Umso wichtiger ist es deshalb, sich ausführlich über die Störung zu informieren.

Allergisches Asthma: Definition & Daten

Definition und Entstehung

Allergisches Asthma (auch atopisches Asthma) ist generell durch eine Atemwegshyperreaktivität (AHR) charakterisiert, welche von einer Vielzahl von spezifischen und unspezifischen Stimuli begleitet wird. Hierunter fallen unter anderem eine chronische pulmonale Eosinophilie (Zunahme der Leukozytenanzahl / Immunabwehrzellen / weißen Blutkörperchen im Blut), erhöhte Serum- Immunglobulin E ( IgE) Werte und übermäßige Schleimproduktion in den Atemwegen.

Allergisches Asthma entsteht durch eine Überempfindlichkeitsreaktion gegenüber eigentlich harmlosen Allergenen. Diese Überreaktion wird vorwiegend durch den Antikörper Immunglobulin E (IgE) ausgelöst, welcher in engem Zusammenhang mit der Entstehung von Allergien steht.


Wirkmechanismus von Allergien

Diese spezifischen Allergene können von unterschiedlichster chemischer Struktur ( Kohlenhydrate, Proteine oder andere Stoffe) und Herkunft (z. B. Tiere, Hausstaub, Pflanzen, Schimmelpilze) sein. In der sogenannten Sensibilisierungsphase kommt der Körper zum ersten Mal mit einem Allergen in Kontakt und bildet daraufhin spezifische IgE-Antikörper, welche sich auf der Oberfläche von Mastzellen, sowie eosinophilen und basophilen Granulozyten (zelluläre Immunabwehr) festsetzen. Nach erneutem Allergenkontakt und Interaktion zwischen den Antikörpern kommt es zur Degranulation (Reaktion der Zellen, wobei Sekrete ausgeschüttet werden) dieser Zellen und somit zur Freisetzung von Entzündungsmediatoren (körpereigene Stoffe, die eine Entzündungsreaktion des Körpers einleiten) wie Histamin, Serotonin und Proteasen.

Durch diese Reaktionen werden die Bronchialschleimhaut und das Bronchialepithel beschädigt, wodurch Mastzellen und Entzündungszellen in tieferen Gewebeschichten zur Freisetzung von Entzündungsstoffen führen.

Diese komplexen Prozesse führen dann zur weiteren Freisetzung und Synthese von Botenstoffen, welche die für einen Asthmaanfall typischen Symptome wie z.B. Bronchienverengung (Bronchokonstriktion), erhöhte Schleimproduktion in den Bronchien (Hyperkrinie) und Schleimhautödeme (Mukosaödeme) hervorrufen. Mit zunehmender Schwere der Krankheit und im längeren Zeitablauf können die Asthmasymptome neben Allergenen auch durch andere Reize hervorgerufen werden.

Diese Abwehrreaktionen fallen teils leicht aus, können aber wie beim allergischen Asthma auch sehr massiv sein. Darum ist es beim allergischen Asthma auch häufig zu beobachten, dass es neben der "Luftnot" weitere Einschränkungen zu beobachten gibt - zum Beispiel Heuschnupfen, so eine Pollenunverträglichkeit der auslösende Faktor ist, oder auch eine Neurodermitis.

Interessante Fakten und Daten zu allergischem Asthma


  • Allergisches Asthma ist mit einer Häufigkeit von 70% die dominanteste Form von Asthma
  • Experten schätzen, dass in Europa etwa 5 bis 15% der Menschen an allergischem Asthma leiden
  • In den Vereinigten Staaten gibt es weit über 15 Millionen Menschen, welche an allergischem Asthma leiden
  • Allergisches Asthma tritt im Durchschnitt häufiger bei Männern und bei jüngeren Menschen auf
  • Die Schwere der Asthmaerkrankung ist bei allergischer Ausprägung meist höher, als bei der nicht-allergischen Variante
  • Ungefähr 25–40% aller Patienten mit unbehandeltem Heuschnupfen entwickeln im Laufe der Zeit ein allergisches Asthma

Allergien können eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Asthma und anderen Erkrankungen spielen und sollten daher unbedingt ernst genommen werden. Um einen Ausbruch der Erkrankung zu vermeiden oder die Symptome zu lindern, ist es daher besonders wichtig sich im Alltag vor Allergenen zu schützen.

Häufigste Ursachen bei allergischem Asthma

Die heutige Medizin kann die Frage nach der Ursache für Allergien und dementsprechend auch allergisches Asthma noch nicht befriedigend beantworten. Dennoch gibt es einige Punkte, welche in der Literatur durchgehend als Einflussfaktoren beschrieben wurden.

Die Rolle der Allergene

Bei allergischen Asthma sind auslösende Allergene bei der Ursachenforschung das Kernthema. Studien zeigen hierbei auf, dass es häufig nicht saisonal auftretende Stoffe (bspw. Pollen) sind, welche primär allergisches Asthma auslösen, sondern eher allgemein auftretende Allergene. Darunter fallen Haarallergien - weit vorne die Katzenhaarallergie - und Hausstauballergien, verursacht durch die Hausstaubmilbe. Als weitverbreitete Allergene, welche allergisches Asthma auslösen, sind bekannt:

  • Tierhaare, bevorzugt Katzen, aber auch Allergien gegen Haare vom Hund, vom Meerschwein, vom Hamster und von Hausratten oder Hausmäusen treten auf
  • Hausstaubmilben
  • Sporen von Schimmelpilzen, die häufiger in Wohnräumen zu finden sind
  • Roggenpollen
  • Gräserpollen
  • Baumpollen und hier bevorzugt Birkenpollen, Erlenpollen und Haselpollen, die alle zu einem Allergenstamm gehören

Können auch Haustiere Asthma auslösen?

Leider können auch Haustiere für allergische Reaktionen der Atemwege sorgen. Nicht wenige Betroffene müssen feststellen, dass ihr Asthma durch die Katze ausgelöst wurde. Besteht eine Allergie, dann kann es für den Körper eine große Belastung darstellen ständig den Reizen ausgesetzt zu sein. Häufiges Saugen oder Lüften reicht bei einer Tierhaarallergie leider nicht aus, da nicht die Haare, sondern der Speichel an den Haaren Auslöser für die unangenehmen Symptome ist. Die Trennung von dem Haustier ist zwar schmerzhaft, in den meisten Fällen allerdings auch unbedingt empfehlenswert.

Warum ist Hausstaub so belastend für die Lungen?

Gerade wenn im Winter die Fenster öfter zu bleiben, bemerken viele Menschen allergische Reaktionen auf Hausstaub. Zuerst treten oftmals nur leichtere Symptome wie Schnupfen oder brennende Augen auf, wird die Allergie allerdings nicht behandelt, kommt es bei etwa 20 bis 50% der Patienten zu einem sogenannten "Etagenwechsel", bei dem nach etwa 5 bis 15 Jahren ein fließender Übergang zu allergischem Asthma entsteht. Das liegt daran, dass die feinen Hausstaubpartikel die Bronchien von Allergikern dauerhaft reizen und so zu Entzündungen und Schwellungen führen können.

Wie können Chemikalien Asthma auslösen?

Die meisten Menschen kommen in ihrem Alltag nicht unbedingt mit Chemikalien in Kontakt, die schädlich genug sind, um Asthma auslösen zu können. Studien konnten allerdings nachweisen, dass einige Berufe ein höheres Asthma-Risiko mit sich bringen, da Betroffene mehr Chemikalien ausgesetzt sind. Eine britische Studie mit 7.400 Teilnehmern zeigte beispielsweise, dass Landwirte ein vier Mal so großes Risiko haben an Asthma zu erkranken während das Risiko für Friseure im Vergleich zu Kontrollgruppen doppelt so hoch ist.

So vermeiden Sie Allergene im Alltag

Es gibt glücklicherweise eine ganze Reihe von Dingen die Patienten im Alltag unternehmen können, um ihre Lungen zu schonen. Beispielsweise ist es besonders wichtig Staub, Pollen und Milben zu minimieren, indem Sie regelmäßig lüften und staubsaugen. Eine spezielle Matratze für Allergiker kann außerdem sinnvoll sein, um Reize durch den Kot von Milben zu vermeiden. Leiden Sie unter Heuschnupfen, dann sollten Sie gerade zur Pollensaison sehr achtsam sein und sich weniger im Freien aufhalten.

Viele Asthmatiker machen außerdem positive Erfahrungen damit regelmäßig Luftbefeuchter zu verwenden, da eine höhere Luftfeuchtigkeit bei entsprechender Raumtemperatur beruhigend auf die Lungen wirken kann. Das Rauchen sollten Asthmapatienten natürlich am besten ganz aufgeben und auch das Passivrauchen sollte so gut es geht vermieden werden.

Ihr Haut- oder Hausarzt ist in der Lage einen umfangreichen Allergietest durchzuführen und kann Sie anschließend rund um das Thema Allergien und Asthma beraten. Auch mögliche Lebensmittelallergien sollten hier in Betracht gezogen werden. Viele Patienten vergessen zum Beispiel, dass die in vielen Arten von Alkohol enthaltenen Histamine ebenfalls zu Allergenen gehören können, die zu Asthmasymptomen beitragen.


Allergien und Asthma

Heuschnupfen und allergisches Asthma - eine Koexistenz

Wird von Allergien gesprochen, ist der klassische Heuschnupfen stets vertreten. Er entsteht dadurch, dass diverse Pollenarten die Schleimhäute im nasalen Bereich reizen. Das Ergebnis ist bekannt: Juckende und tränende Augen, häufiger Niesreiz, eine verstopfte oder "laufende" Nase, die permanent Schleim ausscheidet.

Die Schleimhäute in den Bronchien unterscheiden sich nur unwesentlich von den Nasenschleimhäuten, wodurch die Korrelation zwischen Heuschnupfen und allergischem Asthma schnell herzustellen ist. Bronchialschleimhäute reagieren demnach auf die identischen Stoffe wie die Nasenschleimhaut. Beim allergischen Asthma kommt es zu einem Anschwellen der Bronchialschleimhaut und - wie bei der Nase - entsteht eine erhöhte Schleimabsonderung, die durch Allergene getriggert wird. Durch das Anschwellen und das vermehrte Schleimaufkommen wird der Atemkanal verengt.

Natürlich reagiert der Körper auf diese Erschwerung des Atmens und das tut er im Normalfall mit anfallartigem Husten, bei dem die Atemwege befreit werden sollen. Schließlich will der Körper das Gefühl von Enge im Brustkorb und die aufkommende Atemnot effizient bekämpfen.

Was kann man gegen Pollen tun?

Etwa 15-20% der Gesamtbevölkerung in Deutschland leiden zumindest zu bestimmten Zeiten im Jahr unter Heuschnupfen. Auch hier kann es durch einen "Etagenwechsel" zu einem sogenannten Pollenasthma kommen. Wer merkt, dass die Nase juckt und die Augen brennen wenn die Pollen wieder anfangen zu fliegen, der sollte sich unbedingt ärztlichen Rat holen und eine Therapie mit einem Nasenspray, Antihistaminen oder Augentropfen erwägen.

Umweltfaktoren und weitere externe Einflüsse

Doch nicht nur Allergene, sondern auch andere Reize sind dazu geeignet, allergisches Asthma zu verstärken. Manche Zusatzstoffe im Zigarettenrauch wurden als Allergieverstärker verortet, Kälte kann die Atemwege schwer belasten und sportliche Betätigung und Anstrengungen sind weitere Risikofaktoren. Selbst Medikamente sind dazu geeignet, bei Unverträglichkeiten Asthma auszulösen. Acetylsalicylsäure und Diclofenac können beispielsweise zu sogenanntem "Aspirin-Asthma" führen.

Ein weiterer zentraler Punkt als Ursache für allergisches Asthma sind die Erbanlagen. Sind beide Elternteile mit Allergien vorbelastet, haben die Nachkommen ein erhöhtes Risiko, ebenso Allergiepatienten zu werden. Das gilt natürlich ebenso für allergisches Asthma. Mediziner haben in Langzeitstudien eine familiäre Häufung von Allergiefällen nachweisen können.

Neben der Erbanlage, also der vererbten Form der "Allergieweitergabe", spielen Umweltfaktoren eine entscheidende Rolle beim Erwerb von Allergien. So gilt es ebenso als medizinisch erwiesen, dass Kinder, die über den Weg des Passivrauchens oder einer Mutter, die während der Schwangerschaft geraucht hat, ein weit höheres Allergierisiko in sich tragen. Vielfach werden hier sogar multiple Formen der Allergie - allergisches Asthma kombiniert mit Heuschnupfen und Neurodermitis - diagnostiziert. Ein rauchfreier Haushalt - nicht nur während der Schwangerschaft - reduziert das Allergierisiko ungemein.

Übertriebene Hygienemaßnahmen in der Kindheit können einen weiteren möglichen Risikofaktor für das Entstehen von Allergien und demnach allergischem Asthma darstellen.

Diagnose und Therapie von allergischem Asthma

Kommt es bei Kindern - oder auch Erwachsenen - zu einem "hartnäckigen" Husten, ist abzuklären, ob es sich möglicherweise um allergisches Asthma handeln könnte. Dabei werden familiäre Vorbelastungen hinsichtlich gewisser Unverträglichkeiten - Allergien - überprüft. Ab dem fünften Lebensjahr des Kindes ist es dann möglich, mittels Spirometrie die Lungenfunktion zu prüfen. Hierbei wird die Kraft und die Geschwindigkeit des Atems gemessen, indem das Kind in ein Mundstück blasen muss.

Wird hierbei eine bronchiale Verengung durch Minderleistung diagnostiziert und verbessert sich der Luftausstoß durch Medikamentenzufuhr, steht Asthma quasi fest. Nun kommt als nächster Schritt der Allergietest. Hierbei soll über den Prick-Test spezifiziert werden, auf welche Allergene der Patient negativ reagiert.

Wer an allergischem Asthma leidet, der wird nicht umhin kommen, sein Leben "umzustellen", denn das Vermeiden von Allergieauslösern ist ebenso wichtig wie die Medikation selbst.

Im Bereich der Medikation ist zwischen Langzeitmedikamenten und Bedarfsmedikamenten zu unterscheiden. Die zweite Variante kommt dann zum Einsatz, wenn der Notfall einer radikalen Gesundheitsverschlechterung eintritt. Langzeitmedikationen dienen dazu, die Ursachen des allergischen Asthma zu bekämpfen. Hierbei soll die Entzündung gehemmt und die Überreaktionen des Bronchialtraktes gemindert werden. Die Lungenfunktionen werden verbessert, die Atembeschwerden reduziert und darüber verhindert, dass Asthma schubweise auftritt.

Ansonsten gilt: Tierhaare meiden, das Risiko des Auftretens von Hausstaubmilben reduzieren (es gibt spezielle und auf Allergiker abgestimmte Betten nebst Bettwäsche) und dafür sorgen, dass eigene Räume schimmelfrei aufgestellt sind. Wer die Luftfeuchtigkeit der eigenen Wohnung niedrig hält, reduziert das Schimmelrisiko ungemein - ein wesentlicher Faktor, da Schimmelpilze oft allergisches Asthma begünstigen.

Ist allergisches Asthma heilbar?

Unglücklicherweise ist es bis heute nicht möglich Asthma vollständig zu heilen. Dank moderner Medikamente und gewisser Vorsichtsmaßnahmen ist es den meisten Patienten allerdings sehr gut möglich ihren Alltag trotz der Diagnose in vollen Zügen zu genießen. Wichtig ist, dass Sie ein Medikament finden, das gut zu Ihren Bedürfnissen passt, Ihr Immunsystem durch eine gesunde Ernährung unterstützen und Allergene so gut es geht vermeiden.


Quellen:

  1. Graser, A. (2015): Die Rolle des Interleukins 17A im allergischen Asthma, URL: Dissertation Graser
  2. Marsha Wills-Karp et al. (1998): Interleukin-13: Central Mediator of Allergic Asthma, in: Science 18, Vol. 282 no. 5397 pp. 2258-2261 , sciencemag.org
  3. Romanet-Manent, S. et al. (2002): Allergic vs. noallergic asthma: what makes the difference, in: Allergy 2002: 57: 607–613, onlinelibrary.wiley.com
  4. Netdoktor.at: Allergisches Asthma, URL: netdoktor.at

Letzte Aktualisierung: 24.11.2015

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